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Traveldiary: Kroatien – Lopar

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe, ihr habt die Sommerferien alle soweit gut überstanden und für die meisten hat die Schule oder die Arbeit ja auch schon wieder begonnen. Für mich und meine Familie ging es dieses Jahr in den wahrscheinlich letzten gemeinsamen „Familienurlaub“, was ich ziemlich schade finde, aber so ist das nun mal. Jeder wird jetzt seinen Weg gehen. Meine jüngerer Bruder wird bald seine Ausbildung beginnen und meine ebenfalls jüngere Stiefschwester macht auch schon mehr oder weniger ihr Ding. Aber man kann sagen, dass das ein wirklich harmonischer Urlaub war und ich auf jeden Fall länger hätte bleiben können. Jetzt erzähle ich Euch aber alles mal von Anfang an und wünsche Euch ganz viel Spaß beim Lesen! 🙂
Zuerst ist vielleicht mal interessant zu wissen wo wir denn überhaupt waren. Für uns ging es nämlich schon zum fünften Mal nach Lopar, das ist eine Stadt auf der Insel Rab in Kroatien. Uns hat es beim ersten Mal so sehr dort gefallen, dass wir das mittlerweile schon als zweite Heimat sehen und ich mit Sicherheit in ein paar Jahren nochmal dahin zurückkehren werde. Da unsere Reisegruppe dieses Jahr aus neun Leuten bestand, sind wir mit zwei Autos gefahren, wovon eines ein T4 Bus war, in dem wir eigentlich die meisten Sachen untergebracht haben.

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Super schönes Wasser, findet ihr nicht?

Wer alles dabei war möchte ich Euch auch noch schnell erklären.
Beginnen wir mal mit meiner Mama Silke, dann war natürlich auch mein Stiefpapa Stefan dabei, seine Tochter und meine Stiefschwester Jasmin mit ihrem Freund Basti, die Eltern von Stefan, also Moni und Georg, dann noch mein Bruder Lucas, mein Freund Simon und ich. Zusammen ergeben wir eine Patchworkfamilie, die sich untereinander unterstützt, immer für einander da ist und mit der man Spaß ohne Ende haben kann. Mama und Stefan sind jetzt seit sieben Jahren zusammen und in den sieben Jahren waren wir fünf Mal in Lopar. Ihr seht, dass es uns die Gegend da echt angetan hat. Wir wohnen dort auch immer bei den gleichen Vermietern, die wir ebenfalls sehr in unsere Herzen geschlossen haben und umgekehrt genauso. Wir hatten dieses Jahr gleich zwei Ferienwohnungen, insgesamt gibt es da fünf Stück, wobei eine davon aber ziemlich klein ist und für 1 – 2 Personen gedacht ist. Elf Tage haben wir in Lopar verbracht und wie gesagt, hätte ich noch um einiges länger bleiben können. Jetzt geht es aber mal los mit dem Reisetagebuch!

Freitag, 10.08.2018
Wir sind von Donnerstag auf Freitag Nacht um 3:00 Uhr losgefahren. Der Start war etwas holprig, da im Bus irgendein Licht blinkte und man laut dem Signal, sich in eine Werkstatt begeben sollte. Dies konnten wir mitten in der Nacht ja nicht tun und sind dann einfach weitergefahren. Nach kurzer Zeit haben wir auf einem Parkplatz angehalten und Stefan und Georg haben das Problem gefunden und gelöst, sodass das Licht mehr blinkte und wir ohne Sorgen weiterfahren konnten. Aber ich hatte Anfangs wirklich Bedenken, dass wir gut in Kroatien ankommen werden.

Insgesamt haben wir auf der Hinfahrt ca. 11 einhalb Stunden gebraucht, natürlich mit ein paar Pausen. Damit nicht einer die Strecke alleine fahren muss, haben wir uns immer mal abgewechselt. Mama ist für Stefan den Bus gefahren und ich für Georg den Audi. Stau hatten wir auch kaum, nur an der Grenze zu Kroatien waren wir etwas gestanden. Die Küstenstraße hat sich dann aber noch einmal ordentlich hingezogen. Ihr müsst Euch vorstellen, ihr seit schon gefühlt ewig unterwegs, ich persönlich kann im Auto sowieso nicht schlafen, und ihr wollt einfach nur noch ankommen. Dann ist es unfassbar heiß in Kroatien und die Klimaanlage im Auto bringt auch nicht ganz so viel, denn Du fährst da am wunderschönen blauen, kühlen Meer vorbei und willst einfach nur reinspringen, aber es geht nicht, weil ihr noch nicht am Ziel seid. Naja jedenfalls war es für jeden eine Erleichterung als wir an der Fähre angekommen sind, denn da wussten wir, dass die Fahrt nicht mehr lange dauern wird. Und genau so war es auch, wir sind auf die Fähre gefahren und mit ihr dann auf die Insel Rab, von dort aus hat es dann nur noch so ca. 20 Minuten bis nach Lopar gedauert und die vergingen dann doch relativ schnell.

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Auffahrt auf die Fähre

Am ersten Tag haben wir auch nicht mehr viel gemacht, sondern jeder hat sein Zeug ausgeräumt und wir waren gemeinsam Getränke und Dinge, die wir zum frühstücken brauchten, wie Wurst, Käse, Butter, Marmelade, usw. einkaufen. Die Wohnungen haben wir so aufgeteilt, dass die Eltern, sprich Mama, Stefan, Moni und Georg die eine Wohnung hatten und wir „Kinder“ die andere. Kinder kann man aber wirklich nicht mehr sagen, da drei von uns schon alle fast 19 sind und die andern beiden jeweils 16, bzw. wird Jasmin auch schon bald 17, bei Luci dauert das noch bis Januar.
Er hatte leider ein Klappbett in der Küche, das an sich echt gemütlich war, aber er dadurch einfach wenig Privatsphäre hatte. Das hat ihn manchmal echt genervt, aber ist ja auch verständlich. Wir haben zumindest versucht, ihm so viel Freiraum wie möglich zu geben, aber ich denke, er war froh, dass er Zuhause jetzt wieder sein eigenes Zimmer hat.

Gegessen haben wir an diesem Abend bei einem Restaurant namens „Navigator“. Das ist auch in den letzten Jahren zu unserem „Stammlokal“ geworden. Das Essen dort ist gut, aber jetzt auch nichts so überragendes. Ich gehe schon gerne dahin, allerdings reichen mir drei Mal auch, denn dann weiß ich nicht mehr was ich essen soll. 😀

Samstag, 11.08.2018
Simon und ich sind relativ bald aufgestanden und haben 40 Minuten Sport auf der Terrasse gemacht, danach ging es mit andern drei an den Strand. Bis ca. halb fünf haben wir dann den Tag am Meer verbracht, sind dann nach Hause gegangen, haben geduscht und sind im Anschluss einkaufen gegangen für unser Abendessen. Wir (also die „Kinder“) sind nicht jeden Abend Essen gegangen, einfach aus dem Grund, da es uns auf Dauer zu teuer gewesen wäre und eigentlich auch niemand etwas gegen selbst gekochtes Essen hatte. Also stand bei uns heute auf dem Plan: Nudeln mit Bolognese Soße und Gurkensalat. Ich schreibe bewusst nicht Spaghetti, da wir andere Nudeln benutzt haben.

Nach unserem Abendessen sind wir in die Stadt gelaufen und haben dort unsere Eltern mit Moni und Georg getroffen, die schon fleißig am Eis essen waren. Wir haben uns dann dazu entschieden, in eine Bar zu gehen und gemeinsam einen Cocktail zu „schlürfen“, wie Mama so schön sagte. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt aber keinen trinken, auch keinen Alkoholfreien, also habe ich den andern mehr oder weniger dabei zugesehen. So ließen wir den Abend gemütlich zusammen zu Ende gehen.

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Cocktail Bar Bamboocho

Sonntag, 12.08.2018
An diesem Morgen haben wir unser Sport Programm wieder durchgezogen und Simon zeigte mir wie Sit Ups richtig gehen und Leute ich muss Euch sagen, ich habe meine Bauchmuskeln ungelogen die nächsten 6 Tage noch gespürt. Schon alleine das Lachen tat so weh, ich weiß nicht, ob ihr Euch das vorstellen könnt. 😀 Aber irgendwie auch krass zu sehen, wie sehr eine Übung rein haut, sobald man sie richtig ausführt. Allerdings war das dann auch der letzte Morgen, an dem wir Sport gemacht haben.

Natürlich ging es für uns dann wieder an den Strand, aber erst nachdem Simon meinen Flamingo mit dem Mund aufgeblasen hat. Ich hätte das im Leben nicht geschafft, mir wäre irgendwann davon total schwindelig geworden. Ein Foto mit dem Tierchen könnt ihr Euch übrigens bei Instagram auf meinem Account @aboutalina__ anschauen.

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Ein Spiegelselfie muss natürlich auch mal sein 😀

Als wir am Meer ankamen, haben wir viel Wasserball gespielt, waren schnorcheln, was ich übrigens richtig gerne mache und zuletzt habe ich auch noch ein Nickerchen am Strand gemacht. Das gehört für mich auch irgendwie zu einem Sommerurlaub dazu.

Zuhause haben wir uns wie jeden Tag geduscht und fertig gemacht und sind wieder einkaufen gegangen, dieses Mal um Pizza selber zu machen. Nach unserem Einkauf ist dann das beste passiert, was hätte passieren können. Simons Brille ist in die Schüssel mit Pizzasoße gefallen und hat mein weißes T-Shirt am Rücken komplett voll gespritzt. Am Anfang war ich echt ein bisschen sauer deshalb, auch wenn er eigentlich nichts dafür konnte und er hat sich dann auch ins Bad gestellt und die roten Flecken gleich wieder raus gewaschen. Deshalb konnte ich auch nicht lange auf ihn böse sein und man sieht wirklich keinen einzigen Fleck mehr. Das hat er also echt gut gemacht! 🙂

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Das war das Pech-Outfit an diesem Tag

Nach diesem kleinen Missgeschick kann doch alles nur besser werden, dachte ich…
Wir sind dann erst mal wieder in die Stadt gelaufen, haben uns ein Eis gekauft und uns dann zu fünft an den Strand auf ein paar Liegen gelegt und die Sternschnuppen beobachtet. In dieser Nacht gab es wirklich viele davon und wir waren alle ganz erstaunt. Für mich war das einer der schönsten Nächte hier in Lopar. Es war noch angenehm warm, sodass man kurze Sachen tragen konnte, man hörte das Meer rauschen und lag einfach da und sah in den Himmel. Um einen herum nur Menschen, die man gerne hat und mit denen man diesen Abend genießen möchte.

Ich weiß auch gar nicht wie lange wir da gelegen waren, aber irgendwann haben wir wieder den Heimweg angetreten. Vorher haben wir aber noch einem Mann zugeschaut, den wir den Sprayer genannt haben, da er mit Spraydosen wirklich tolle Bilder macht. Ich werde Euch hier auch einige davon mal zeigen:

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So ein toller Künstler

Zuhause angekommen haben wir uns dazu entschlossen noch eine Runde UNO zu Spielen. Dabei ist dann das zweite Missgeschick an diesem Tag passiert, denn Simon hat mein Glas mit Fanta über mich geschüttet. Zwar war das wieder unabsichtlich, da er beim Spielen einfach daran hängen geblieben ist, aber ich fande das zuerst einfach überhaupt nicht so witzig. Die Hose konnte ich danach auch nicht mehr anziehen und die Schuhe fande ich ebenfalls eklig, da sie klebrig waren und sich so komisch gewölbt haben. Also man kann sagen, dass das ein super Tag war, mit viel Höhen, aber auch ein paar Tiefen.

Montag, 13.08.2018
Heute war eben der erste Tag, an dem wir keinen Sport gemacht haben. Es gibt generell heute auch nicht so viel zu erzählen.
Wir waren wieder am Strand und haben wie fast immer Wasserball gespielt. Allerdings waren wir dieses Mal nur ca. 3 Stunden am Meer, dann sind wir wieder nach Hause und sind dann am Abend zum „Navigator“ Essen gegangen. Unser Platz war oben auf der Terrasse und dort waren Wespen, die die ganze Zeit bei Basti herum geflogen sind und wir so nicht in Ruhe essen konnte. Erst war es zwar nur eine, aber dann kamen immer mehr. Irgendwann waren drei Stück an unserem Tisch und das ist halt schon ziemlich nervig, wenn Du bei jedem Bissen schauen musst, dass Du keine Wespe verschluckst.

Nach dem Essen waren wir in der Stadt und Jasmin und ich sind ein bisschen shoppen gegangen. Die Läden haben da bis ca. 23 Uhr auf. Es kann auch mal länger sein, wenn das Wetter gut ist und noch viele Leute unterwegs sind. Ich habe bei unserer Shoppingtour nichts gefunden, aber sie einen Jumpsuit, der wirklich sehr schön aussah! Bei den Verkäufern muss man allerdings immer handeln, da die Preise, die sie vorgeben einfach viel zu teuer für die Sachen sind.

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Ein Gemälde des Sprayers

Die Jungs haben die Zeit wieder bei dem Sprayer verbracht und dann sind wir gemeinsam nach Hause gegangen. Dort kam jemand auf die tolle Idee „Mensch Ärger Dich Nicht“ zu spielen, da Simon ein Spielbrett hat, mit dem auch mehr als vier Personen spielen können. Also gesagt – getan. Wir haben um 23:22 Uhr angefangen zu fünft dieses Spiel zu spielen. Nach zwei Stunden hatte Basti gerade mal sein erstes Männchen im Haus und keiner hatte mehr Lust. Jeder war genervt von dem vielen Geschmeiße (bis auf Simon, denn der hat die meisten Leute geschmissen und ich glaube, sogar viel Spaß daran gefunden) und da er dann fertig war, genauso wie Jasmin, haben wir aufgehört weiterzuspielen und sind schlafen gegangen.

Dienstag, 14.08.2018
Erster Regentag in diesem Urlaub! Deswegen war heute mal Strand Pause und wir haben den halben Tag Zuhause verbracht und ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben wieder eine Runde „Mensch Ärger Dich Nicht“ gespielt. Dieses mal aber nur zu viert, das ging dann deutlich schneller. Zu Essen haben wir uns Hot-Dogs gemacht, aber mir haben die ehrlich gesagt nicht so sehr geschmeckt, den anderen aber schon.

Am Abend hat es aufgehört zu regnen und wir haben beschlossen gemeinsam (also alle Neun) Minigolf spielen zu gehen. Der „Eintritt“ hat nur 10 Kuna pro Person gekostet, das sind ca. 1,38€. Allerdings waren die Bahnen auch nicht mehr die Neusten. Der Minigolfplatz liegt etwas weiter vor dem Hafen in einem kleinen Waldstück. Es hat echt Spaß gemacht und obwohl wir so eine große Gruppe waren, haben wir gerade mal eine Stunde gebraucht für 18 Bahnen. Ich dachte ja wir werden etwas länger brauchen. Gewonnen hat Stefan mit 51 Punkten, ich hatte 62 und war somit Fünfter.

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Minigolfplatz in Lopar

Nach dem Spiel hat sich unsere Gruppe wieder aufgelöst. Die „Kinder“ und die „Eltern“ haben wieder getrennt ihr Ding gemacht. Wir waren tatsächlich nochmal bei dem Sprayer und haben ihm wieder zugesehen. Er ist auch wirklich jeden Abend hier, also nur wenn es nicht regnet, da er das im Freien macht, aber leider auch fast jeden Abend die selben Bilder. Danach sind die Jungs in die Spielehalle, die sich ganz in der Nähe des Sprayers befindet und ich habe mir Minidonuts gekauft. Vielleicht habt ihr die ja auch in meiner Story auf Instagram gesehen.

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Yummy! Minidonuts!

Jedenfalls sind wir danach nach Hause gegangen und die andern vier haben sich nochmal Hot-Dogs gemacht, so als Nachtessen. Dann sind wir schlafen gegangen.

Mittwoch, 15.08.2018
Da auch heute noch kein Strandwetter war, haben wir bis 15:00 Uhr wirklich nichts gemacht, außer Zuhause gechillt und UNO oder „Mensch Ärger Dich Nicht“ gespielt. Allerdings ging es dann mit den andern vier nach Rab, das ist die Hauptstadt der Insel und immer wenn wir hier sind machen wir einen Halbtagsausflug dorthin. Wir fahren immer mit dem Auto hin, bzw. mit den beiden Autos, da wir ja nicht alle in eines reinpassen. Dort angekommen sind wir einfach in der Stadt herum gelaufen und haben uns erst mal ein Eis geholt. Das war so lecker, ich hab noch nie so ein gutes Kinder Bueno Eis gegessen! Das Vanilleeis war auch nicht schlecht, aber da gibt es in Lopar ein besseres.

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Probiert das Kinder-Bueno Eis in dieser Eisdiele

Ich sage Euch, Rab ist eine wunderschöne Stadt! Also wenn ihr mal in Kroatien Urlaub macht und vielleicht mal was Neues entdecken wollt, dann verbringt Eure Tage in Lopar mit einem Tagesausflug nach Rab. Die Stadt liegt direkt am Meer und man hat von allen Seiten einen wunderschönen Ausblick darauf. Die Innenstadt besteht aus sehr viel Stein und Palmen. Es ist einfach ein Traum.

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Rab

Außerdem gibt es dort auch wieder viele Läden, man kann sehr viel gefälschtes Zeug kaufen, aber auch super schöne Taschen, die nicht von irgendeiner Marke nachgemacht sind. Man findet da wirklich alles. Das Wichtige ist nur wieder Preis verhandeln! Gegessen haben wir auch in der Stadt Rab bei dem Restaurant Ana. Das Essen war echt lecker, also kann ich weiterempfehlen.

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Nach dem Essen wollten wir eigentlich den Sonnenuntergang am Hafen von Lopar anschauen, aber bis dahin haben wir es nicht mehr geschafft, sondern konnten ihn nur noch aus dem Fenster beobachten. Trotzdem war er wunderschön.

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Sonnenuntergang

Zuhause habe ich mich nochmal umgezogen und dann sind wir zu fünft in die Stadt und haben einen Cocktail getrunken. Dieses mal habe ich auch einen getrunken, aber alkoholfrei. Wer mich kennt, weiß, dass ich wirklich sehr sehr selten Alkohol trinke. Mir schmeckt das einfach nicht so wie anderen, aber ich habe auch gar kein Bedürfnis danach. Es ist schön, dass das die meisten Leute mittlerweile auch akzeptieren und mich nicht dauernd überreden wollen, Alkohol zu trinken. Das kann ich nämlich gar nicht haben. Aber das ist ja ein anderes Thema. 😀

Nach unseren Cocktails sind wir ans Meer gegangen, denn da waren super schöne Wellen und die wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zwar hat man nicht mehr ganz so viel gesehen, da es zu dieser Zeit schon lange dunkel war, aber es reichte gerade noch so. Dann sind wir nach Hause gelaufen und haben dort noch eine Runde UNO gespielt bevor dann alle ins Bett sind.

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Ich hoffe, ihr könnt die Wellen etwas erkennen

Donnerstag, 16.08.2018
Heute ging es endlich wieder an den Strand. Dort haben wir uns ein Tretboot für zwei Stunden gemietet und sind zu einer kleinen Insel gefahren, die nicht weit vom Strand entfernt liegt. Man könnte sogar hinschwimmen, aber das ist dann doch ein ganz schönes Stück. Vor zwei Jahren haben wir das gemacht, aber dieses Jahr hatten wir zum Glück das Boot dabei. Luci wollte nicht mit, deshalb sind nur Simon, Jasmin, Basti und ich damit gefahren.

Wir vier schnorcheln super gerne, das mag Luci auch nicht so. An der Insel war das Wasser natürlich etwas tief und man konnte richtig viele Fische sehen. An den Felswänden hingen überall Seeigel, da musste man echt aufpassen. Muscheln hat man dort jetzt nicht so viele gesehen, aber dafür ein paar Seegurken. Generell gibt es an diesem Strand nur relativ kleine Muscheln. Man kann natürlich auch mal Glück haben und eine große Muschel finden, dann muss diese aber vollständig leer sein, denn sobald noch was darin lebt kann man die logischerweise nicht mit nach Hause nehmen.
Stefan hat zum Beispiel eine gefunden in der nichts mehr gelebt hat. Man muss also echt Glück bei der Suche nach größeren Muscheln haben.

Jedenfalls sind wir kurz nach unserer Tour nach Hause gegangen und Simon & Basti haben unser Abendessen eingekauft. Es sollte heute Burger geben. Da es allerdings bei keinem Bäcker mehr Hamburgerbrötchen gab, haben wir dafür Hot-Dog Brötchen genommen. Hat damit auch geklappt und jeder wurde satt.

Wir haben uns auch mal eine Auszeit von der Stadt genommen und sind an diesem Abend Zuhause geblieben und haben „Mensch Ärger Dich Nicht“ gespielt.

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Das wurde schon fast zur Routine

Freitag, 17.08.2018
Wieder den Tag am Strand verbracht und am Nachmittag nach Hause gegangen und geduscht, denn wir hatten eine Bootstour geplant!

Alle Neun sind wir also gegen 17:00 Uhr losgelaufen Richtung Hafen und waren alle sehr gespannt was uns dort erwarten wird. Leider muss ich sagen, dass wir wahrscheinlich alle etwas enttäuscht waren, denn das sollte keine normale Bootstour werden, sondern eine mit einem Glass-Katamaran. Wenn ihr diesen Begriff mal googelt, findet ihr Bilder von genau diesem „Schiff“. Dort seht ihr auch wie die Gänge unter Wasser aussahen. Wir haben uns natürlich vorgestellt, dass wir da drin sitzen und der Boden komplett aus Glas ist und wir Fische und sowas sehen können, aber die Realität sah dann doch etwas anders aus.

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Der Glass-Katamaran

Es gab 3 Etagen. Ganz oben hatte man natürlich den besten Blick auf das Meer und alles was man halt so sehen konnte. Ganz unten war dann unter Wasser, da gab es aber nur zwei richtig schmale Gänge, ich sag mal für Kinder ist das super, aber vielleicht wollen sich das ja auch mal erwachsene und große Leute anschauen, für die war das nämlich nichts. Naja, jedenfalls bestand dann auch nur die Außenwand aus Glas und nicht mal der Boden. Es war super stickig da drin und es roch richtig eklig, weshalb ich nicht mal in einen Gang gegangen bin, sondern einfach ganz oben die Aussicht genossen habe und nur mal kurz nach den Jungs da unten geschaut habe.

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Ausblick vom Glass-Katamaran

Die Fahrt hat ca. eine Stunde gedauert und man ist so die Buchten von Lopar ein bisschen abgefahren. Ich persönlich fande es oben aber wirklich sehr schön, nur finde ich, dass man nicht mit einem Glass-Katamaran werben kann, wenn das nur so ein kleiner Teil von diesem „Schiff“ ist. Aber schon logisch, dass eben genau das die Kunden anzieht, weil sich wahrscheinlich jeder das selbe dachte wie wir anfangs.

Nach der Fahrt sind die andern vier Essen gegangen und unser Plan war eigentlich das wir uns Pizza bestellen und dann den Sonnenuntergang am Hafen anschauen. Da uns aber nicht mehr ganz so viel Zeit blieb, bis die Sonne unterging, haben wir zuerst und voller Hunger den Sonnenuntergang beobachtet und sind dann zum selben Restaurant gegangen wie die anderen und haben da alle Pizza gegessen bis auf Jasmin, sie hat sich Muscheln bestellt. Dieser Abend wurde dann mal ohne was zu spielen beendet.

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Samstag, 18.08.2018
An diesem Morgen haben wir uns dazu entschieden mal zu einem anderen Strand zu laufen, nämlich zur Sahara. Dorthin läuft man von unseren Wohnungen aus ca. 35 Minuten. Allerdings geht das echt in Ordnung. Man hat am Anfang zwar einen ziemlichen Berg den man hoch laufen muss, aber sonst geht es durch den Wald, deshalb ist es dort zwar auch warm, aber die Sonne scheint einem nicht direkt auf den Kopf. Luci, Moni und Georg wollten nicht mitgehen, sind also daheim geblieben. Wir andern sechs haben uns mit dem nötigsten Strandgepäck auf die Reise gemacht. Das blöde ist, dass man keine Liegen oder einen Bollerwagen mitnehmen kann, da man damit nicht durch den Wald kommt. Das heißt, man muss Kühltaschen, Handtücher, Schnorchelzeug, Sonnenschirme und was man alles noch so braucht irgendwie tragen. Ich finde, das haben wir ganz gut hinbekommen.

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Was ich vielleicht noch zur Sahara sagen muss:
– Dort gibt es keine Möglichkeiten sich etwas zu trinken oder zu essen zu kaufen
– Ein Boot kommt mal vorbei, wenn man Glück hat, welches Eis verkauft
– Nebendran ist ein FKK Strand
– Es kommt trotzdem vor, dass auch an dem Sahara Strand ein paar FKK machen
– Es ist ein Sandstrand, wie überall in Lopar
– Man kann schnorcheln gehen, sieht aber nur an den Felsen interessante Dinge
– Das Wasser sehr klar
– Für Kinder aber nicht so geeignet, meiner Meinung nach

Jedenfalls haben wir dort ein paar Stunden verbracht und sind auch an den Felsen schnorcheln gegangen. Simon fande das jetzt zum Beispiel nicht mehr so spannend, aber ich schon, da man den Felsen richtig nah sein konnte und auch wieder viele Fische und Muscheln gesehen hat. Dort gab es auch sehr viele Seeigel, davor muss man dann natürlich aufpassen. Die waren aber nur an den Wänden gehangen.

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Über solche Wege muss man gehen, also feste Schuhe anziehen!

Gegen dreiviertel Fünf haben Simon, Jasmin, Basti und ich uns wieder auf den Heimweg gemacht und waren dann echt erledigt als wir endlich wieder zuhause ankamen. Luci hat währenddessen den ganzen Tag auf dem Sofa verbracht. Dann mussten wir aber schnell duschen, denn es ging einkaufen, um die Zutaten für eine Lasagne zu besorgen. Diese haben wir uns dann als Abendessen gemacht und sind alle gemeinsam wieder in die Stadt gegangen.  Dort gab es für die andern einen Cocktail und für mich eine Cola. 😀 Entspannt haben wir den Abend ausklingen lassen.

Sonntag, 19.08.2018
Diese Nacht war kurz, denn wir haben uns vorgenommen den Sonnenaufgang heute mal anzusehen. Also klingelte um 5:00 Uhr der Wecker und alle sind aufgestanden, die einen leichter, die anderen schwerer. Wir packten auch schon unsere Strandsachen, denn wir wollten uns danach gleich an den Strand legen und dort einfach weiter schlafen. Gesagt – getan. Mit dem Gepäck starteten wir in den Tag. Wir schafften es pünktlich am Hafen zu sein und durften dort dann noch eine halbe Stunde warten bis die Sonne über den Bergen zu sehen war. Basti und Luci fanden das Spektakel eher nicht so cool, die beiden sind aber auch nicht gerne aufgestanden. Aber naja. Simon war zu meinem Glück echt gut drauf, obwohl er auch immer lieber ein bisschen mehr schläft, aber das war echt super. Wenigstens einer von den Kerlen, der Gute Laune hatte.

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Sonnenaufgang am Hafen in Lopar

Nachdem die Sonne aufgegangen ist, haben wir uns Frühstück vom Bäcker geholt und obwohl es erst kurz vor 7 Uhr war, ist es schon unfassbar warm gewesen. Basti und Jasmin haben dann entschieden, dass sie lieber nochmal nach Hause gehen wollen, um dort ein bisschen zu schlafen, aber das war natürlich auch okey für uns. Luci, Simon und ich sind dann trotzdem zum Strand, haben unser Lager aufgebaut und konnten endlich mal Beachvolleyball spielen, da der Sand noch nicht so heiß war. Danach hat Simon auch noch eine Runde geschlafen und Luci ist ebenfalls noch mal nach Hause gegangen, ein paar Stunden später aber wieder gekommen.

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Am Morgen ist es noch so ruhig am Meer

Ich war die meiste Zeit wach und habe beobachtet wie der Strand immer voller und voller wird, wie die Sonne immer höher und höher steigt und wie es von Minute zu Minute immer wärmer wird. Gegen 10 Uhr gab es dann eine Runde Zumba im Meer. So gegen 12 Uhr ist dann auch Stefan gekommen und hat mit Luci und Simon Wasserball gespielt, während ich auf unsere Sachen aufgepasst habe. Nach einer halben Stunde ist dann auch Moni gekommen, sie hat dann auf alles geachtet und ich konnte endlich zu den andern ins Wasser.

Basti und Jasmin sind am Nachmittag ebenfalls nochmal zum Strand gekommen und wir sind dann gleich rutschen gegangen, denn wir hatten diese Chips noch, als wir vor zwei Jahren in Lopar waren. Zum Glück waren sie noch gültig. Die Rutschen sind allerdings echt nicht mehr im besten Zustand, also ich würde wirklich jedem raten, nur einzelne Chips zu kaufen und nur die rote Rutsche zu nehmen, denn der Rest ist eher was für kleinere Kinder.

Jedenfalls haben wir alle Chips verrutscht und sind im Anschluss dann mit einem Sofa gefahren. Für alle, die das nicht kennen, das ist ein großes Kissen mit Lehne, welches dann von einem Boot übers Meer gezogen wird und man dann immer ein bisschen hoch fliegt. Dieses Jahr wollte ich mich eigentlich nicht wieder an den Rand setzen, da es dort am heftigsten ist. Aber leider waren alle anderen schneller drin gesessen und ich hatte nur noch die Wahl zwischen dem rechten Rand und dem linken Rand. Also habe ich mich neben meinen Bruder gesetzt und die Fahrt ging los! Ich war mir wirklich sicher das ich dieses Mal im Meer landen werde, aber Gott sei Dank habe ich und alle andern alles gut überstanden. Luci hat mir immer zugerufen, dass ich mich doch richtig fest halten soll und meine Hände schmerzten wirklich sehr danach, also denke ich, mein Griff war fest genug. 😀

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So sah das bei uns dann aus

Wir hatten mittlerweile viertel 4 und Simon, Luci und ich haben uns auf den Heimweg gemacht. Ich meine, wir waren ja auch schon seit dem Morgen am Meer, zumindest Simon und ich, und ich hatte das Gefühl, dass das einfach genug Sonne war. Mein Gesicht spannte und fühlte sich ziemlich mitgenommen an. Deshalb gab es nach der Dusche erst mal eine Gesichtsmaske und die tat echt gut.

Am Abend sind wir ins Restaurant „Piano“ gegangen und haben dort gegessen. Auch hier war das Essen ganz lecker. Danach sind einige noch mit der Bimmelbahn in die Stadt gefahren und haben dort dann Luci getroffen, der mal wieder keine Lust darauf hatte und schon vor gelaufen ist. Sind dann alle Läden in der Stadt abgelaufen, haben aber nichts gekauft. Als die andern wieder einen Cocktail trinken gehen wollte, sind Simon und ich schon mal heim gelaufen und der Rest kam mit der Zeit dann auch.

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Restaurant „Piano“

Montag, 20.08.2018
Unser letzter vollständiger Tag in Lopar hat begonnen. Ich bin mehr als traurig, denn ich liebe diese Gegend viel zu sehr. Aber noch ist zum trauern keine Zeit, denn ich habe noch einige Fotoideen, die Simon mit mir umsetzen muss. Zum Glück macht er das auch relativ gerne, zumindest ist er mittlerweile glaube ich schon ziemlich gut in seine Rolle als Fotograf hinein gewachsen. Ich sage ihm wie ich mir das Foto vorstelle und er drückt einfach auf den Knopf und schaut das alles passt. Ich liebe ihn so sehr und bin dankbar für all sein Verständnis. Instagram ist einfach zu einem wichtigen Teil in meinem Leben geworden und das weiß er auch. Dazu gehört halt auch nun mal Bilder zu machen und alleine wäre die Arbeit um einiges anstrengender.

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Mit dir bis an das Ende der Welt! ♥

Also sind wir nochmal ans Meer haben dort Bilder gemacht, dann noch mit dem Flamingo, dann Zuhause auf dem Balkon, auf der Treppe vor unserer Wohnung und dann noch ein paar auf einer Klippe, zu der wir am Nachmittag gelaufen sind.

Nach dem Fotomarathon ging es ein letztes Mal Essen mit allen. Wir waren im „Sveti Marin“ und das Essen dort war auch ganz gut. Ich könnte Euch echt nicht mein liebstes Lokal dort nennen, da alle irgendwie auf einem Level sind, meiner Meinung nach. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

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Es ging nach dem Abendessen ein letztes Mal in die City, um die letzten übrig gebliebenen Kuna auszugeben und ich wurde tatsächlich fündig. Ich habe mir eine Tasche gekauft, die ihr bestimmt auch mal auf Instagram sehen werdet, dann durfte noch eine Sonnenbrille mit und jeweils ein Armband für meine Mama und für Simon. Ich hoffe, die beiden haben sich über ihre kleinen Geschenke gefreut und sehen diese immer als Andenken an den letzten Familienurlaub hier in Lopar. Somit ist auch der letzte Tag zu Ende gegangen.

Dienstag, 21.08.2018
Um halb 9 war es Zeit aufzustehen und alles fertig zu packen. Davor wurde noch gefrühstückt und jetzt müssen Flaschen weggeworfen werden, Gläser auch, Müll in die Mülltonne, Papier in die Papiertonne, Bett abziehen, alles ein bisschen kehren und schon sind wir pünktlich um 12 Uhr abfahrbereit.

Wir starten unsere Autos und ab geht die Fahrt Richtung Heimat. Auf der Fähre, dem Meer noch ein letztes Mal hinterher trauern, den Wind nochmal richtig in den Haaren spüren, die Sonne, die im Gesicht kitzelt und den Duft von Urlaub ein aller letztes Mal aufsaugen bevor es ins Auto geht und man die nächsten Stunden dort verbringen wird.

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Das letzte Mal die gute Meerluft einatmen

Gegen halb 1 in der Nacht sind wir dann in dem Wohnort von Stefan, Jasmin, Moni und Georg angekommen und haben Mamas Auto gleich so voll gepackt wie nur möglich. Mama, Luci, Simon und ich sind dann noch gleich zu uns nach Hause gefahren und waren dann letztendlich um dreiviertel zwei komplett Daheim.

Ich bin froh, dass wir alle gut angekommen sind und eine ziemlich entspannte Fahrt hatten. Die Elf Tage sind leider viel zu schnell vergangen. Aber irgendwann ist auch der schönste Urlaub vorbei und der Alltag hat uns wieder. Danke an Euch das ihr dabei wart und vielleicht verreisen wir ja eines Tages doch noch einmal in der Konstellation irgendwohin. Ich würde mich jedenfalls riesig freuen! ♥

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Ich hoffe auch, dass Euch mein Reisetagebuch gefallen hat. Ich habe mir sehr viel Mühe damit gegeben, Euch so gut es geht teilhaben zu lassen und auch einige private Einblicke zu geben. Meine Familie ist mir sehr wichtig, weshalb ich sie auch immer schützen möchte und ich finde, es ist schon ein großer Schritt von mir, dass ich die Namen verrate. Anders hätte ich dieses Tagebuch aber auch gar nicht machen können, denn sonst würdet ihr wahrscheinlich irgendwann nicht mehr so sehr durchblicken.
Ich hoffe, ihr versteht jetzt wie unsere Familie aufgebaut ist und wer zu wem gehört. 😀

Hinterlasst mir gerne ein Kommentar, wenn es Euch gefallen hat. Und ich bin wirklich auf jeden stolz, der sich diesen Beitrag bis zum Ende durchgelesen hat.

Fühlt Euch gedrückt!

Eure Alina ♥

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Ich werde auf jeden Fall noch einmal dort Urlaub machen

10 Gedanken zu „Traveldiary: Kroatien – Lopar“

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